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Wenn es dunkel wird

Hallo Freunde des Lichts,

an Wintertagen wie dem heutigen, an dem die Sonne gut getarnt hinter einer Dauer-Wolke parkt und der Outdoor-Szenerie einen gewissen Buna-Leuna-Bitterfeld-Look der 80er Jahre des letzten Jahrtausends verleiht, räkelt sich der Amateur-Photograph doch lieber auf dem heimischen Sofa im Kerzen-Schein-Ambiente als durch die graue Natur zu schlürfen, oder? Na gut – setzen wir auf künstliche Lichtquellen und schauen, was photographisch zu machen ist. Der Nacht-Modus vom iPhone 11 (Pro) will schließlich ausprobiert und getestet werden.

 

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Bei geringem Umgebungslicht erscheint in der oberen linken Ecke das Mond-Icon. In der Dämmerung ist es zunächst ausgegraut. Durch Antippen lässt sich der Nacht-Modus in Eigen-Regie zuschalten. Bei Dunkelheit aktiviert das iPhone den Nachtmodus automatisch. Das Icon wird folglich gelb angezeigt.🌜Die Zahl neben dem Symbol gibt die Aufnahme-Zeit an. Logisch variiert die Verschluss-Zeit in Abhängigkeit vom Umgebungslicht. Je weniger Licht, desto länger die Belichtungszeit. Freihand lassen sich Belichtungszeiten von maximal 5 bis 6 Sekunden realisieren (Kaffee-Konsum einschränken, stattdessen Beruhigungs-Tee konsumieren). 🌜 Interessant, das iPhone erkennt, ob ein Stativ verwendet wird oder nicht. Steht das Phone verwacklungsfrei auf einem Stativ, wird die Belichtungszeit zugunsten der Bildqualität automatisch verlängert. Mit Belichtungen von maximal 30 Sekunden lässt sich sogar die schwärzeste Nacht auf den Sensor bannen, eine hübsche Lichtquelle inmitten der Dunkelheit vorausgesetzt. 🌜 Großartig finde ich, dass man als Photograph nicht gänzlich der Willkür der künstlichen Intelligenz ausgeliefert ist. Über dem Auslöser erscheint nach Antippen des Mond-Icons ein Slider, mit dessen Hilfe, die Verschlusszeit ganz einfach, je nach menschlichem Empfinden und Experimentierfreude, angepasst werden kann. 

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Für mich hat sich folgende Vorgehensweise als funktional erwiesen: Ich fokussiere auf die Lichtquelle und halte das Fokus-Feld gedrückt, um die AE/AF-SPERRE zu aktivieren. Danach reguliere ich die Belichtung via Slider rechts neben dem Fokus-Feld nach unten, so dass Schwarz auch wirklich Schwarz ist. Das verringert ISO-Rauschen in dunklen Bildbereichen und erlaubt schnellere Belichtungszeiten.  Stativ? Ja, klar …🌜So entstehen tatsächlich scharfe,  rauschfreie Nachtaufnahmen mit erstklassiger Farbtiefe und erstaunlichem Detailreichtum. 🌜Intelligente Software berechnet aus verschiedenen Aufnahmen über die gesamte Belichtungszeit hinweg ein einziges High-Quality-Foto, das sich sehen lassen kann. Bereiche mit zu viel Unschärfe werden verworfen, schärfere miteinander kombiniert. Kontraste und Farben angeglichen. Rauschen wird entfernt und Details verbessert. Bei Freihand-Aufnahmen werden Bildbereiche ausgerichtet und Bewegungsunschärfe korrigiert. Der übliche Motion-Blur und/oder Light-Trails fallen weg. 🌜Der Nachtmodus funktioniert übrigens nur mit der Weitwinkel(26mm)-Kamera. Ein 2fach-Zoom im Nachtmodus ist möglich. Hierbei wird jedoch die eigentliche Tele-Kamera nicht benutzt, sondern nur ins Bild hineingecroppt. In der Ultraweitwinkel(13mm)-Ansicht ist der Nacht-Modus gar nicht verfügbar.

Anbei sechs Test-Fotos, aufgenommen im Nacht-Modus mit dem iPhone 11 pro, und auf Wunsch die zugehörigen Bild-Informationen (EXIF-Daten). 

Lasst es Euch gut gehen, an den Tagen und in den Nächten zwischen den Jahren. Bis demnächst.

Dagmar #Capkira

3 thoughts on “Wenn es dunkel wird

  1. Beeindruckend !!! Interessant wären natürlich hier die EXIF-Daten, sofern vorhanden, um Vergleiche zu „herkömmlichen“ Knipseinrichtunngen zu ziehen. Zunächst nochmals : Chapeau !

  2. Danke für den Support, ging ja wie ein geölter Blitz.
    Weiterhin gutes Gelingen an den Tagen und in den Nächten zwischen den Jahren … 😉

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