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Curaçao

Eine Fernreise – muss das sein?

Mir ist klar, dass mein CO2-Footprint drastisch in die Höhe schnipst, wenn ich mich mal eben über 10 Stunden durch die Lüfte transportieren lasse. Greta will not be amused. Ist das in Zeiten des Klimawandels überhaupt noch zu rechtfertigen?
Aus Gretas Sicht ganz sicher nicht. Aber ich bin neugierig und lebe nur einmal. Von den Wundern, die unser Planet bereit hält, möchte ich wenigstens die, die mich am meisten faszinieren, bestaunen und kennenlernen. Daran habe ich Spaß, das bereichert mein Leben und erweitert den Horizont. Ansonsten bin ich ein recht umweltfreundlicher Vertreter der menschlichen Spezies. Ich betreibe im Hinterhof weder ein Braunkohlekraftwerk noch zerstöre ich mutwillig den Regenwald. 

Warum Curaçao?

Da ich alleine mit meinem Sohn reise und folglich die volle Verantwortung habe, hat Sicherheit auf Reisen die oberste Priorität (siehe Travelriskmask). Google spukte auf die Frage nach den sichersten Reiseländern u.a. die ABC-Inseln in der Karibik aus. Politische Stabilität, geringe Kriminalitätsrate, Lage außerhalb des Hurrikan-Gürtels, malariafrei. Die Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich der Niederlande sorgt für unkomplizierte Einreisebestimmungen. Personalausweis bzw. Reispass genügen. Zudem locken die Niederländischen Antillen mit einer traumhaften Unterwasserwelt und einer Jahresdurchschnittstemperatur von 25 C. Beste Reisezeit: ganzjährig. Bingo!
Via Skyscanner war die günstigste Flugverbindung schnell gefunden. KLM fliegt von Frankfurt mit Zwischenstop Amsterdam direkt nach Hato International Airport Curaçao. Rechtzeitiges Buchen spart jede Menge €€€.
Das Auswertige Amt empfiehlt Impfungen gegen Hepatitis A, B, Typhus und Tollwut. Ok – haben wir erledigt.
Alleinreisende mit minderjährigem Kind sollten einen Consent-Letter vom nichtmitreisenden Elternteil mit sich führen. Entsprechende Vordrucke findet ihr hier: Consentletter. Bei der Zollkontrolle wurde ich danach gefragt. Diese Formular ist mir bekannt, hatte es auch bei einer früheren Fernreise dabei. Da ich dieses Mal keine diesbezüglichen Infos bei den Einreisebestimmungen fand, sparte ich mir die Mühe. Das war ein Fehler. Schlussendlich lies uns die strenge Dame vom Zoll dennoch passieren, da ich die Rückflugtickets vorzeigen und glaubhaft versichern könnte, dass ich meinen 16jährigen Sohn, der einen Kopf größer ist als ich, nicht gegen seinen Willen in die Karibik verschleppe.

Insel-Life-Hacks

Die Blue Bay Lodges – Sunny Curacao erwiesen sich als perfekte Unterkunft für unsere Zwecke. Gebucht hatte ich bereits im Februar via booking.com. Top Service, Security vor Ort, gepflegter Strand, saubere Räumlichkeiten, Air Condition, Deckenventilator und modern ausgestattete Küchenzeile ließen keine Wünsche offen. Auf einer geräumigen Veranda ließ es sich gut leben im sonnigen Curaçao. Ein Supermarkt ganz in der Nähe sorgte für das ein oder andere kulinarische Highlight in unserer Lodge.

Ein Mietwagen ist dringend zu empfehlen. Der Verkehr ist abgesehen von den Straßen in Otrabanda und Wilhelmstad überschaubar. Auf einer main Road könnt ihr die Insel von Spitze bis Zipfel durchfahren. Für komfortable Navigation empfiehlt es sich, eine Offline-Karte der Insel (Google Maps) herunterzuladen.

Englisch versteht so gut wie jeder. Es gab keinerlei Kommunikationsprobleme. US-$ werden neben den Antillen-Gulden als Zahlungsmittel akzeptiert. Wir hatten für 10 Tage 200 $ Cash dabei. Die genügten, um Eintritt zu den Stränden und den ein oder anderen Snack zu zahlen. Größere Beträge wurden mit der VISA-Card beglichen.

NoBite und ein Mosquito-Netz gehören ins Reisegepäck. Malaria ist zwar nicht zu befürchten aber Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren, die durch die tagaktive Aedes-Mücke übertragen werden, sind nun auch kein erstrebenswertes Souvenir. Mückenstiche konnten wir trotz der Vorsichtsmaßnahmen nicht gänzlich vermeiden. Well – nichts passiert. Wir hatten Glück.

Taucherbrille und Schnorchel genügen völlig, um die Unterwasserwelt vom Strand aus ausgiebig zu erkunden. Für hochwertige Unterwasseraufnahmen empfiehlt sich eine GoPro HERO 7 Black, die wir rechtzeitig bei GEARFLIX bestellt hatten. Auch da tip top Service. 

Munter bleiben,

Dagmar #Capkira

 

4 thoughts on “Curaçao

  1. Eindrucksvolle schöne UW-Aufnahmen, wenn man bedenkt, so quasi „aus dem Stand“, Chapeau !
    Dazu ein detailverliebter und zeitthemenbezogener Reisebericht; eine Bereicherung für den Leser, danke !
    LG

    • Mit der GoPro kannst Du nicht viel falsch machen. Funktioniert quasi aus dem Stand bzw. Tauch. LG in den Süden der City. 😉

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