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Ultraweitwinkel Odyssee

Good bye Canon – Hello Olympus?

Oder doch ganz anders? Fakt ist, heute hat das (fast) letzte „Stück“ Canon – ein Speedlite 430EX II meine Fotowelt verlassen. Übrig sind eine Handschlaufe, ein LB-E6 Akku der Canon 7D und zwei 8GB SanDisk CompactFlash Karten. Die werde ich als Relikte aus einer anderen Zeit auf eine Art Foto-Altar stellen – mit Spot auf die Speicherkarten. Danke Canon!pc180111

Wie geht es weiter? „Mit Olympus natürlich!“, tönte ich vor kurzem noch siegessicher. Die Bastei bei Sonnenaufgang und die Teufelsmauer bei Sonnenuntergang waren grandios, nicht wahr Heike? Die Fototrails in weite Landschaften haben es mir angetan. Davon möchte ich im nächsten Jahr mehr erleben. Deswegen schrieb ich dem Weihnachtsmann ein Ultraweitwinkelobjektiv auf den Wunschzettel.

Auf was habe ich mich da eingelassen?! Das mft-Universum bietet dreierlei:

  • Olympus M. Zuiko 9-18, f1:4-5.6
  • Olympus M. Zuiko 7-14, f2.8 PRO
  • Panasonic Lumix G Vario 7-14, f4

Keins von den dreien passt für mich. Das erste ist mit seinen 154g ein mechanisches Meisterwerk. Aber es fällt wegen starker chromatischer Aberrationen und etwas dürftiger Detailzeichnung an den Rändern bei low-light raus. Woher weiß ich das? Habe mir 100% Ansichten auf pixelpeeper.com angeschaut. Nr. 2 ist eine echte PRO-Linse mit hervorragender optischer Leistung (sagt Olympus) und schlägt mit 1200 € fett in die Weihnachtskasse. Aber hey – es hat kein Filtergewinde. Inzwischen werden, z.B. von Haida, NiSi und Rollei Filterhalter angeboten. Die sind teuer, unhandlich und riesig. Man stelle sich vor, wie ich in der Dämmerung bei flottem Lüftchen auf der Bastei oder mitten in der Bode anfange, einen Filterhalter ans ohnehin schon schwere (535g) Objektiv zu montieren. Forget it! Zu kompliziert – das ist nicht meins. Das Panasonic-Objektiv fällt aus gleichem Grund raus. Es gibt kein Filtergewinde. Auf einen Grauverlaufsfilter kann ich verzichten. Hier helfen Belichtungsreihen und Lightroom. Aber ein ND-Filter ist für mich ein Must-Have. Langzeitbelichtungen mit ziehenden Wolken und glattem Wasser oder weichgespülte Wasserfälle sind einfach zu schön, um auf diese Option zu verzichten.

Die Suche geht weiter. Ich fische in Fremdgewässern.

Canon und Nikon fallen raus, weil ich die Vorzüge spiegelloser Systeme nicht mehr missen möchte. Google spuckt das Sony SEL 1018, f4 für APSC aus. Da soll es Randschärfeprobleme geben?! Keine Ahnung, ob das stimmt. Pavel Kaplun scheint das nicht zu stören. Er erschafft mit dem Teil Meisterwerke. Aber ehrlich: Die Sony Alpha 6000 sieht ein bisschen aus wie ein Brikett aus Plastik, oder? Guck ich mal weiter …. Sony Vollformat: Ein Traum – aber nicht meiner. Ich habe wegen der Alpha 7II und des SEL 1635F4 beim Weihnachtsmann angefragt. Der sitzt seitdem heulend in der Ecke.

Aus der Traum von UWW für´s kompakte System. Nein, noch nicht ganz ;-).

Auf photozone.de leuchtet ein kleiner Diamant am Objektiv-Himmel. Ich freue mich, dass ich ihn entdeckt habe: das Fujinon XF 10-24 f4. Scharf bis in die Ecken, nahezu verzerrungsfrei und es hat ein 72mm-Filtergewinde :-)! Sogar ein Image-Stabilizer ist on board. Aber an welche Kamera schraube ich das Objektiv an? An eine Fuji natürlich. Es wird die X-T10. Warum? Das ist eine andere Geschichte.

Euch einen herrlichen 4. Advent bei diffusem Kerzenlicht.

Dagmar #Capkira

PS.: Seit 2014 habe ich mit meinem Sohn ein Wette am Laufen. „In den nächsten fünf Jahren kaufe ich keine Kamera.“ Er: „Wetten, das(s) schaffst Du nicht.“. Tja, hat er wohl gewonnen.

3 thoughts on “Ultraweitwinkel Odyssee

  1. Hallo Dagmar,
    ich habe diese Sachen mal im Netz gesucht – geschenkt gibt es die Kamera nebst Objektiv aber auch nicht. Wie war das mit der Weihnachtskasse? Hoffentlich ist noch was drin.
    Alles Gute für das neue Jahr
    Schöne Grüße von

    martin

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